Sakatlık Takibi

Dynamik der thermischen Asymmetrie nach einer Sprunggelenksverletzung

Dieser Blogbeitrag fasst eine Studie zusammen, in der untersucht wurde, wie sich die thermische Asymmetrie bei Fußballspielern mit und ohne Vorgeschichte einer lateralen Sprunggelenksdistorsion am 1. und 14. Trainingstag verändert. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich das Asymmetriemuster bei zuvor verletzten Spielern unter Trainingsbelastung von Gelenk- und Sehnenregionen auf Muskelregionen ausweiten kann.

Ayak Bileği Yaralanması Sonrası Termal Asimetri Dinamikleri

Dieser Blogbeitrag fasst eine Studie zusammen, in der untersucht wurde, wie sich die thermische Asymmetrie bei Fußballspielern mit und ohne Vorgeschichte einer lateralen Sprunggelenksdistorsion am 1. und 14. Trainingstag verändert. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich das Asymmetriemuster bei zuvor verletzten Spielern unter Trainingsbelastung von Gelenk- und Sehnenregionen auf Muskelregionen ausweiten kann.

Überblick

Die laterale Sprunggelenksdistorsion gehört zu den häufigsten Sportverletzungen, insbesondere in Sportarten mit häufigem Laufen und Springen. Diese Studie untersuchte, ob Fußballspieler mit einer früheren lateralen Sprunggelenksdistorsion anders auf Trainingsbelastung reagieren als Spieler ohne entsprechende Verletzungsvorgeschichte.

Die zentrale Frage war, ob die trainingsbedingte thermische Asymmetrie auf die Sprunggelenksregion beschränkt bleibt oder sich im Laufe der Zeit auf benachbarte Sehnen- und Muskelstrukturen ausweitet.

Zentrale Erkenntnis: Bei Fußballspielern mit einer Vorgeschichte einer lateralen Sprunggelenksdistorsion war die Trainingsbelastung mit ausgeprägteren und räumlich weiter verbreiteten thermischen Asymmetriemustern verbunden als bei Spielern ohne Verletzungsvorgeschichte.

Methodik

An der Studie nahmen 27 U-19-Fußballspieler eines türkischen Süper-Lig-Vereins teil. Die Spieler wurden anhand ihrer Verletzungsvorgeschichte in zwei Gruppen eingeteilt:

Gruppe Definition n
IH+ Spieler mit einer früheren Sprunggelenksverletzung, die zu mindestens 3 Tagen Sportpause führte 10
IH− Spieler ohne Vorgeschichte einer Sprunggelenksverletzung 17

Die thermischen Aufnahmen wurden zu zwei Zeitpunkten durchgeführt:

  • am 1. Tag des Trainingslagers
  • am 14. Tag des Trainingslagers

An beiden Tagen wurden die Aufnahmen:

  • vor dem Training
  • nach dem Training

erstellt.

Folgende 5 Regionen wurden analysiert:

  • Sprunggelenk
  • Patellarsehne
  • Calf medialis
  • Calf lateralis
  • Tibialis anterior

Die thermischen Daten wurden mit der KI-basierten Verletzungsrisiko-Analysesoftware aivisiontech–ai4sports erfasst. Für die Bildgebung kam eine FLIR T540-EST Wärmebildkamera zum Einsatz. Für jede Region wurden folgende Werte berechnet:

  • Temperaturdifferenz zwischen rechter und linker Seite (ΔT)
  • Veränderung nach Trainingsprovokation (ΔPost–Pre)

Zentrale Ergebnisse

Ergebnisse am 1. Tag

Am ersten Trainingstag wurden die deutlichsten Zunahmen der thermischen Asymmetrie nach dem Training in der Gruppe mit Verletzungsvorgeschichte (IH+) beobachtet, insbesondere im Bereich des Sprunggelenks und der Patellarsehne.

Region Veränderung IH+ Veränderung IH−
Sprunggelenk +0,19 °C −0,09 °C
Patellarsehne +0,21 °C −0,08 °C
Calf medialis +0,01 °C +0,01 °C
Calf lateralis +0,06 °C +0,03 °C
Tibialis anterior +0,16 °C +0,01 °C

Diese Ergebnisse zeigen, dass die akute thermische Reaktion auf das Training am 1. Tag bei Spielern mit früherer Sprunggelenksverletzung vor allem auf Gelenk- und Sehnenebene deutlicher ausgeprägt war.

Ergebnisse am 14. Tag

Am 14. Tag blieb die Asymmetrie in der Gruppe mit Verletzungsvorgeschichte insbesondere im Bereich des Sprunggelenks und der Patellarsehne bereits vor dem Training erhöht.

Zusätzlich wurde das Asymmetriemuster in den Wadenmuskeln deutlicher sichtbar:

Region Veränderung IH+ Veränderung IH−
Calf medialis +0,07 °C +0,00 °C
Calf lateralis +0,06 °C +0,00 °C

Im Bereich des Sprunggelenks:

  • IH+: 0,39 °C vor dem Training und etwa 0,39–0,40 °C nach dem Training
  • IH−: 0,25 °C vor dem Training und 0,19 °C nach dem Training

Im Bereich der Patellarsehne:

  • IH+: 0,37 °C vor dem Training und etwa 0,37 °C nach dem Training
  • IH−: 0,21 °C vor dem Training und 0,28 °C nach dem Training

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die am 1. Tag akut beobachtete Asymmetrie bei Spielern mit Verletzungsvorgeschichte bis zum 14. Tag bestehen bleiben und sich auf die Muskulatur ausweiten kann.

Muster des Tibialis anterior

Der Tibialis anterior zeigte ein anderes Muster als die übrigen Regionen.

Am 1. Tag:

  • IH+: 0,16 → 0,32 °C
  • IH−: 0,24 → 0,25 °C

Am 14. Tag wurde in beiden Gruppen nach dem Training eine Abnahme beobachtet:

  • IH+: 0,25 → 0,19 °C
  • IH−: 0,26 → 0,18 °C

Die Studie weist darauf hin, dass am 14. Tag in dieser Region keine klare Trennung zwischen den Gruppen festgestellt wurde.

Interpretation der Ergebnisse

Laut der Studie zeigten Fußballspieler mit einer früheren lateralen Sprunggelenksdistorsion eine charakteristische thermische Asymmetriereaktion auf Trainingsbelastung. Am 1. Tag traten die Unterschiede hauptsächlich im Bereich des Sprunggelenks und der Patellarsehne auf. Bis zum 14. Tag hatte sich dieses Muster auf die Wadenmuskulatur ausgeweitet.

Die Autoren bringen diese Beobachtung mit folgenden möglichen Faktoren in Verbindung:

  • veränderter neuromuskulärer Kontrolle,
  • kompensatorischer Lastverteilung,
  • anhaltenden Auswirkungen einer früheren Sprunggelenksverletzung.

Die Ergebnisse unterstützen außerdem die Annahme, dass die Nachsorge nach einer Verletzung nicht ausschließlich auf das Sprunggelenk begrenzt sein sollte. Auch die durch die Patellarsehne repräsentierte knienahe Region sowie die Unterschenkelmuskulatur könnten berücksichtigt werden.

Klinischer Hinweis: Die Studie legt nahe, dass die Nachbeobachtung nach einer Sprunggelenksverletzung das Sprunggelenk, knienahe Strukturen und die Wadenmuskulatur gemeinsam einbeziehen kann.

Einschränkungen

Der Artikel hebt mehrere Einschränkungen der Thermografie hervor:

  • Umgebungsbedingungen wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftströmung können die Messungen beeinflussen.
  • Die Hautemissivität kann sich zwischen Personen und anatomischen Regionen unterscheiden.
  • Schweiß und Hautfeuchtigkeit können die Infrarotabstrahlung und die Interpretation der Asymmetriewerte beeinflussen.

Daher betonen die Autoren die Bedeutung standardisierter Protokolle und einer vorsichtigen Interpretation.

Fazit

Diese Studie zeigt, dass sich die thermischen Asymmetriereaktionen auf Training bei Fußballspielern mit und ohne Vorgeschichte einer lateralen Sprunggelenksdistorsion unterscheiden. Bei zuvor verletzten Spielern war die Asymmetrie am 1. Tag im Bereich des Sprunggelenks und der Patellarsehne deutlicher ausgeprägt und hatte sich bis zum 14. Tag auf die Wadenmuskulatur ausgeweitet.

Die Ergebnisse zeigen, dass KI-gestützte Infrarotthermografie dabei helfen kann, feine Asymmetriemuster zu erkennen, die klinisch nicht immer offensichtlich sind. In diesem Zusammenhang kann thermisches Monitoring ein individualisiertes Belastungsmanagement, die Erholungsverfolgung und präventive Strategien nach Verletzungen unterstützen.

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