Sakatlık Takibi

Belastungsthermografie macht Sartoriusverletzung sichtbar

Eine Verletzung des Sartoriusmuskels, die in der Ruhethermografie nicht eindeutig erkennbar war, wurde nach einer erneuten Wärmebildaufnahme im Anschluss an eine sichere und kontrollierte Belastung sichtbar. Der Fall zeigt, wie wichtig es sein kann, symptomatische Sportler nicht nur in Ruhe, sondern auch nach einem geeigneten Provokationsprotokoll zu untersuchen.

Egzersizle Ortaya Çıkan Sartorius Yaralanması

Eine Verletzung des Sartoriusmuskels, die in der Ruhethermografie nicht eindeutig erkennbar war, wurde nach einer erneuten Wärmebildaufnahme im Anschluss an eine sichere und kontrollierte Belastung sichtbar. Der Fall zeigt, wie wichtig es sein kann, symptomatische Sportler nicht nur in Ruhe, sondern auch nach einem geeigneten Provokationsprotokoll zu untersuchen.

Hauptautor: Ahmet Bayrak

Fallübersicht

Untersucht wurde ein 23-jähriger professioneller Fußballspieler mit Schmerzen im oberen Oberschenkel. Der Sportler berichtete über Schmerzen beim Anheben des rechten Knies, beim Joggen und insbesondere beim Anziehen der Socken.

Die erste thermografische Aufnahme in Ruhe zeigte keine eindeutige Rechts-links-Asymmetrie, die auf eine Verletzung hinwies. Daher wurde ein kontrolliertes Belastungsprotokoll eingesetzt, um den verdächtigen Sartoriusmuskel sicher zu provozieren.

Zentrale Erkenntnis: Eine unauffällige Ruhethermografie schließt eine geringgradige Muskelverletzung nicht aus. Eine erneute Aufnahme nach sicherer Belastung kann eine verborgene thermische Asymmetrie sichtbar machen.

Bildgebungs- und Belastungsprotokoll

Vor der Aufnahme hielt sich der Sportler 5 Minuten in einem thermisch isolierten Raum bei 21 °C auf. Die Bilder wurden in standardisierter anatomischer Haltung und in einem festen Abstand von 2 Metern zur Wärmebildkamera aufgenommen.

Nach der ersten Aufnahme absolvierte der Sportler:

  • 10 Minuten Radfahren
  • 30–40 % Widerstand
  • symmetrische Belastung beider unteren Extremitäten
  • Betreuung durch einen spezialisierten Physiotherapeuten

Das Radfahren wurde gewählt, weil es den Sartoriusmuskel stimulieren und beide Beine gleichmäßig belasten konnte. Ziel war es, die Muskelreaktion sichtbar zu machen, ohne eine mögliche Verletzung zu verschlimmern.

Befunde in Ruhe und nach Belastung

Die Ruheaufnahme zeigte keine klare Asymmetrie, die die Verletzung direkt erkennen ließ. Wahrscheinlich hatte der Spieler im Alltag die schmerzhafte Seite entlastet und das gesunde Bein stärker belastet, was die Interpretation erschwerte.

Nach 10 Minuten Radfahren zeigte der rechte Sartoriusmuskel einen sichtbaren Temperaturanstieg und ein deutlich asymmetrisches Wärmebild.

Untersuchung Mittlere Differenz im proximalen Sartorius
Ruheaufnahme 0,36 °C
Aufnahme nach Belastung 0,64 °C

Nach der Belastung wurde im proximalen Bereich eine minimale Temperaturdifferenz von 1,34 °C und eine maximale Temperaturdifferenz von 0,77 °C berichtet. Das Belastungsprotokoll machte die thermische Reaktion der vermuteten Verletzung im rechten Sartorius deutlicher sichtbar.

Bestätigung durch MRT

Nach der thermografischen Untersuchung wurde eine MRT durchgeführt. Der MRT-Befund bestätigte eine Grad-I-Verletzung des Sartoriusmuskels.

Damit zeigte sich, dass die nach der Belastung sichtbare Asymmetrie mit der Muskelverletzung übereinstimmte. Die Thermografie wurde in diesem Fall als unterstützendes Verfahren zur frühen Beurteilung und nicht als alleinige endgültige Diagnostik eingesetzt.

Behandlung und Verlaufskontrolle

Die Behandlung wurde eingeleitet, und eine Woche lang wurde schützendes Kinesiotape verwendet. Nach einer schmerzfrei absolvierten Feldtrainingseinheit wurde die Thermografie nach einer Woche wiederholt.

In den Sartoriusregionen war die thermische Symmetrie wiederhergestellt:

Region Mittlere Temperaturdifferenz
Proximal 0,06 °C
Mitte 0,13 °C
Distal 0,03 °C

Der Sportler berichtete, dass die Schmerzen an dem Tag verschwunden waren, an dem auch die thermische Symmetrie wieder erreicht wurde. Das symmetrische Wärmebild blieb selbst nach 90 Minuten Training bestehen.

Einjährige Nachbeobachtung

Der Sportler wurde ein Jahr lang wöchentlich vor und nach dem Training kontrolliert.

  • 80 thermische Untersuchungen
  • 160 anteriore und posteriore Aufnahmen
  • 1 Jahr Nachbeobachtung

Diese langfristige Kontrolle unterstützte den Einsatz der Thermografie nicht nur bei der ersten Verletzungsbeurteilung, sondern auch während der Rehabilitation.

Interpretation des Falls

Der Fall zeigte, dass Schonverhalten die Ruhethermografie schwer interpretierbar machen kann. Wird die schmerzhafte Seite weniger belastet, kann das gesunde Bein wärmer erscheinen, während die tatsächliche Verletzungsregion in Ruhe weniger auffällig bleibt.

Eine sichere, muskelspezifische Belastung mit gleichmäßiger Beanspruchung beider Seiten kann die tatsächliche thermische Reaktion des verletzten Muskels sichtbar machen.

Klinischer Hinweis: Zeigt ein symptomatischer Sportler in Ruhe keine eindeutige Asymmetrie, kann eine erneute Thermografie nach einer sicheren, symmetrischen und muskelspezifischen Belastung zusätzliche Informationen liefern.

Fazit

Dieser Fall zeigt den unterstützenden Wert der Thermografie bei Sartoriusverletzungen, die selten sind und anderen Verletzungen des oberen Oberschenkels ähneln können. Eine erneute Aufnahme nach sicherer Belastungsprovokation half dabei, eine Grad-I-Verletzung sichtbar zu machen, die in der Ruheaufnahme nicht eindeutig erkennbar war.

Die Infrarotthermografie kann als schnelle, nicht invasive und praktische Methode zur frühen Beurteilung und Rehabilitationskontrolle beitragen. Die Befunde sollten jedoch gemeinsam mit bestätigenden Verfahren wie der MRT interpretiert werden.

Entdecken Sie ai4sports

Teilen LinkedIn X Email